An Elemental Elegy – der Marburger Universitätschor singt von Naturgewalten.
Feuer und Wasser, Erde und Luft: Die vier klassischen Elemente und die Gegensätze, für die sie stehen, kommen am 17. und 18. Juli auf die Bühne, denn der Marburger Universitätschor unter der Leitung von Nils Kuppe singt zum Semesterabschluss seine großen Konzerte.
Titelgebend ist »An Elemental Elegy« von Mårten Jansson 2020. Das Werk behandelt die Elemente weniger als Gegenstände mächtiger Konflikte und Zusammenstöße denn als fragile Aspekte einer durch den Menschen bedrohten Natur. Um Feuer geht es in »Der Feuerreiter« aus Hugo Distlers bekanntem Mörike-Zyklus. Wasser steht im Zentrum von Thomas E. Cornelius’ »Stille Wasser Leben«, einer Auftragskomposition für den Unichor von 2018. Erde begegnet uns in Frank Tichelis »Earth Song«, Luft bzw. Wind in Wilhelm Bergers »Sturmesmythe« oder »The Cloud-Capp’d Towers« von Ralph Vaughan Williams nach einem Text von Shakespeare.
Das Programm wird abgerundet durch geistliche Kompositionen von Joseph Rheinberger, Johann Hermann Schein, Ernst Richter und Orlando di Lasso. Damit ist ein halbes Jahrtausend Chortradition vertreten – durch große Namen ebenso wie kaum bekannte. Auch die sakralen Werke rühren immer wieder die Gegensätze von Himmel und Erde und damit die Vorstellungen elementarer Urgewalten an, wenn etwa in Richters Vertonung von Psalm 114 das Meer flieht, die Flüsse sich umkehren und »die Berge hüpfen wie die jungen Lämmer«.
Ermäßigter Eintritt gilt für Schüler:innen, Studierende, Auszubildende, Zivildienstleistende und Schwerbehinderte.
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